Full text: Geschichte der saarländischen Steinkohlengrube Sulzbach-Altenwald

und im Distrikt Kreuzgräben des Fischbachtales wurden zwei weitere Tiefbauschächte 
angehauen. Der nach Westen liegende Schacht I erreichte im gleichen Jahre noch eine 
Teufe von 56 m, der nach Osten liegende Schacht II eine solche von 24,5 m. 
Im Jahre 1873 wurde der Betrieb „durch das Anhauen des Lochwies-Schachtes in der 
Mitte zwischen den Eisenbahn- und Mellinschächten“ erweitert, „um für beide Gruben¬ 
abteilungen zur Wetterführung und Beschleunigung der Vorrichtungsarbeiten zu 
dienen“.9 Der Lochwies-Schacht erreichte eine Teufe von 54 m, der Sulzbacher Gegenort¬ 
schacht die 3. Tiefbausohle, und die beiden Kreuzgrabenschächte wurden weiter abge¬ 
sunken auf 78 resp. 65 m. Im Altenwalder Felde erreichte der Eisenbahnschacht I die 3. 
Tiefbausohle. 
Die 1874 einsetzende Krise machte einem weiteren Ausbau des Grubenbetriebes vorläufig 
ein Ende. In welchem Maße während der hier zu behandelnden beiden Jahrzehnte der 
Tiefbau gegenüber dem Stollenbau an Ausdehnung gewann, macht die nachfolgende Ta¬ 
belle deutlich, in welcher die allmähliche Verlagerung des Abbaues in größere Tiefen er¬ 
kennbar wird.10 
Jahr 
Altenwald 
Flottwell- 
Saar- 
l.Tief- 
2. Tief- 
3.Tief 
stollensohle 
stollensohle 
bausohle 
bausohle 
bausohle 
to 
to 
to 
to 
to 
1863 
70530 
175063 
3231 
— 
— 
1864 
52058 
206322 
18055 
— 
— 
1865 
6924 
263368 
21435 
— 
— 
1866 
— 
276091 
43681 
— 
— 
1867 
— 
280059 
98965 
— 
— 
1868 
— 
370849 
370 84911 
— 
— 
1869 
361 
145262 
222845 
13 716 
— 
1870 
417 
60927 
181756 
44783 
— 
1871 
539 
35100 
207428 
63 176 
— 
1872 
513 
33 055 
213 067 
153 949 
— 
1873 
475 
9492 
237618 
161375 
696 
Für die Jahre 1874 - 1877/78 keine Angaben 
1878/79 
— 
— 
241775 
166 99012 
— 
1879/80 
— 
— 
236400 
17466113 
— 
9 ebenda, p. 136. 
10 Zusammengestellt aus LAS, Best. 564, Nr. 141 und in Tonnen umgerechnet. Die Förderung ist 
nicht immer für alle Sohlen angegeben, oft heißt es: „die Hauptforderung“ erfolgte auf den ge¬ 
nannten Sohlen. 
11 In den Akten heißt es: 7416980 Ztr., „je zur Hälfte“ aus Saarsohle und 1. Tiefbausohle. Da si¬ 
cherlich nicht auf den Ztr. genau die Hälfte gemeint ist, ist oben zweimal die Gesamtförderung 
aufgeführt. 
12 Die übrigen Sohlen zusammen: 17658 to. 
13 Dk übrigen Sohlen zusammen: 14553 to. 
35
	        

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