Full text: Geschichte der saarländischen Steinkohlengrube Sulzbach-Altenwald

Die auf den modernen Betrachter vielleicht erstaunlich wirkende Tatsache, daß Förde¬ 
rung und Absatz immer nahezu übereinstimmen oder nur unwesentlich voneinander ab¬ 
weichen, hängt damit zusammen, daß die Bergverwaltung jeweils die Prokuktion der 
Nachfrage durch die oben beschriebenen Maßnahmen anpaßte, was dadurch erleichtert 
wurde, daß man mit den Großabnehmern jährliche Lieferungsverträge abschloß. Diesen 
Großkunden gewährte man als Gegenleistung für die langfristige Abnahmeverpflichtung 
einen Vorzugspreis. 
Zudem suchte das Bergamt die Nachfrage durch eine entsprechende Preisgestaltung zu 
beeinflussen, d.h. in Zeiten der Hochkonjunktur erhöhte man die Preise, um die Nach- 
Belegschaft, Schichtleistung,29 Schichtlohn 
Jahr 
Belegschaft 
Leistung pro 
Mann und Schicht 
kg 
Durchschnittlicher 
Schichtlohn 
M 
1841 
165 
680 
1,34 
1842 
223 
630 
1,34 
1843 
226 
500 
1,38 
1844 
273 
550 
1,42 
1845 
383 
490 
1,42 
1846 
506 
520 
1,45 
1847 
396 
650 
1,49 
1848 
202 
470 
1,45 
1849 
27730 
530 
1,58 
1850 
382 
510 
1,42 
1851 
445 
440 
1,57 
1852 
451 
390 
1,52 
1853 
573 
460 
1,43 
1854 
713 
530 
1,50 
1855 
1242 
480 
1,85 
1856 
1466 
450 
2,47 
1857 
1392 
540 
2,78 
1858 
1142 
580 
2,67 
1859 
80131 
700 
3,10 
1860 
968 
730 
2,82 
1861 
1034 
740 
3,06 
29 Errechnetaus der in den Akten angegebenen Leistung pro Mann und Jahr, dividiert durch die Zahl 
der verfahrenen Schichten, die mit 270 im Durchschnitt angenommen wurden. 
30 In den Akten sind einmal 277, ein anderes Mal 377 Mann angegeben; die erstere Zahl erscheint 
mir wahrscheinlicher. 
31 Teilweise, aber nicht allein durch die Abtrennung der Grube Sulzbach von Altenwald zu erklären. 
Dagegen ist der plötzliche Anstieg der Schichtleistung um rund 20 % wohl allein darauf zurück¬ 
zuführen, daß die Bedingungen der Gewinnung auf Altenwald günstiger waren als auf Sulzbach. 
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