Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

maligen Bannteiles von Merzig auf der linken Saarseite finden sich 1830 
die beiden Flurbezeichnungen Distrikt Mollwingen und Mollwingen2. 
c) Dorf, d) + vor 1600. Möglicherweise war die Änderung des Saarlaufes 
ein Grund, die Sdl. aufzugeben. Die Bewohner der Wü. siedelten wohl 
nach Hilbringen und Merzig über. 
e) Vielleicht kann das im Güterverzeichnis von Mettlach erwähnte Mede- 
lingen mit Mellingen in Beziehung gebracht werden3. Das Salbuch der 
Abtei Mettlach verzeichnet 1498 Besitz zu Movelsingen4. In der Unterta¬ 
nenliste des deutschen Oberamtes im Herzogtum Lothringen wird 1519 
unter Hilbringen der alt Johann, der alt Molsinger aufgeführt5. Diese 
wohlhabende Bauernfamilie der Molvinger wird in den Hilbringer Rol¬ 
len bis gegen 1700 erwähnt. In den Schöffenweistümern von Merzig und 
dem Saargau aus den Jahren 1529 und 1561 taucht Molfinger Hans zu 
Hilbringen ebenfalls auf6. 1587 vermerkt das Gültbuch der Kellerei Saar¬ 
burg einen Matheisen zu Molfingen, ebenso das Salbuch von 1655 und 
nochmals Molfinger Hansen zu Hilbringen7. 
g) Der letzte männliche Nachkomme Jost Molvinger, Sohn Adam Molvin- 
gers ist im Mettlacher Zinsregister von 1664 feststellbar. Seine drei Töch¬ 
ter verheiraten sich nach Gerlfangen, Hilbringen und Biesingen. 
A) 1 Kat. A. Merzig, Parcellar-Plan Gemeinde Hilbringen, Urkataster 1831, M. 
1:2500, M. 1:625 u. M. 1:416. — 2 Kat. A. Merzig, Parcellar-Plan Gemeinde Mer¬ 
zig, Urkataster 1830, M. 1:1875 u. M. 1:1250. — 3 M. Müller, ON Regbez. Trier I, 
S. 57; MRU 2 (Nachtrag Nr. 10) S. 344;; K. Lamprecht, Dt. Wirtschaftsleben II, S. 
106 u. S. 152 f; W. Jungandreas, Hist. Lex. II, S. 657, identifizieren den Ort mit 
Mellich (Lk. Wittlich). — 4 StA Koblenz Abt. 143 Nr. 521, S. 183. — 5 A. Jacob, 
Einwohnerlisten, S. 4 u. S. 9. — 6 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 4961, S. 46 u. S. 61. — 
7 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 4877 fol. 109 f; StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 14722 
Bl. 125. 
B) F. Hellwig, Wü. Saargebiet. — H. Müller, Mettlacher Güterrolle, S. 111 u. S. 121. 
— T. Raach, Mettlach, S. 134. 
Merchingen (245) 
Lk. Merzig-Wadern, Gde. Weiten. 
Nordwestlich vom Ortskern Weiten, an der Gemarkungsgrenze zu Freu¬ 
denburg (Rheinl.-Pfalz). Die 1. Flurkarte der Sektion A von der Gemarkung 
Weiten verzeichnet 1821 den Flurnamen Auf Merchingen. 
A) Kat. A. Perl, Flurkarte der Gemeinde Weiten, Urkataster 1821, M. 1:1250. 
Merenberg (246) Malafels, Merburg 
Lk. Homburg, Gde. Kirrberg. 
a) Wenn man das 3 km südöstlich von Homburg gelegene Dorf Kirrberg auf 
dem Wege in nördlicher Richtung verläßt, erreicht man nach circa 1 km 
eine ungefähr 400 m lange und breite halbinselartige Hochfläche. An 
der äußersten Spitze, im Winkel eines sumpfigen Tälchens und des 
Lamsbachtales, erstreckt sich der Malafelsen mit den Überresten der 
Merburg1. 
b) 1846 finden sich die Flurnamen Aufm alten Schloß, Am Schloßberg und 
Unter dem Schloß2. 
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