Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

Katzenhof 
Lk. Saarlouis, Gde. Limbadi. 
In einem Seitentälchen, auf der rechten Seite der Prims, zwischen den Stra¬ 
ßen Limbach-Auschet und Limbach-Schmelz1. In der Flur 18 (gen. Burg) und 
in der Flur 20 (gen. über Brims) finden sich 1867 die Flurnamen Im Kat¬ 
zenhof an der Prims, Am Katzenhof, Auf’m Speicher2. — 1619: La mairie de 
Wiesbach Katzenhofen3. 
A) Kat. A. Merzig, Parcellar-Plan Gemeinde Merchingen, Urkataster 1829, M. 1:1875 
Gemeinde Limbadi, Urkataster 1867, M. 1:2500 und M. 1:1250, — 3 AD Nancy 
B 9327 fol. 14. 
Keigingen (fraglich) 
Lk. Merzig-Wadern, Gde. Merchingen. 
Nordöstlich am Ortsrand von Merchingen. In der Flur 14 wird 1829 der 
Keiginger Garten genannt1. Im Prümer Urbar von 893 wird im Bereich des 
Hofes Remich eine Sdl. Keingen genannt: Lutgaudus habet in Keingen 
mansa XII, Johannes mansum I. Möglicherweise sind beide Angaben mit¬ 
einander in Beziehung zu setzen2. Vielleicht ist aber auch Keuchingen 
gemeint, und der Garten gehörte einem Mann, der aus diesem Ort stammte3, 
oder aber es handelt sich um Kedingen (Kedange)4. 
A) 1 Kat. A. Merzig, Parcellar-Plan Gemeinde Merchingen, Urkataster 1829, M. 1:1875 
und M. 1:625. — 2 MRU 1, S. 162 Nr. 135; C. Wampach, Bd. 1, S. 135 Nr.124.— 
3 H. Ehl, Vom Steinkeil zum Dombaipflug, Beiträge zur Geschichte des Bauerndor¬ 
fes Merchingen, Merzig 1963, S. 137. — 4 Chartes Reinach, Anhang S. 168. 
B) W. Jungandreas, Hist. Lex. I, S. 183. 
Keimbach (207) 
Lk. St. Wendel, Gde. Oberlinxweiler. 
a) Das Dorf Keimbach lag an der Quelle des Keimbaches, südlich von St. 
Wendel, nahe dem Spiemont1. 
b) In den Fluren 2 und 11 von Oberlinxweiler werden 1843 (aufgenommen 
1769) die Fln. Auf der Keimbach, In der Keimbach, An der Keimbach 
genannt2. In der Flurübersicht Nr. 1 (gen. Spiemont) der Gemarkung 
Niederlinxweiler findet sich 1842 die Flurbezeichnung Spiemont und 
Keimbacherwald3. 
c) Dorf, d) -1- vor 1520. 
e) Ein Bruchstück eines Weistums von 1404 nennt den Schöffen Clais von 
Keynbach4. Auch 1429 findet der Ort Erwähnung5. Um 1450 wird in einem 
Schriftstück die Hammelgülte des Klosters Neumünster zu Keybach auf¬ 
geführt6. 1461 besitzt Kunz von Keimbach ein Haus in St. Wendel7. Das 
Zunftbuch der St. Wendeier Schuhmacher weist vor 1462 auf einen 
Petter von Keymbach hin7. Unter den Mitgliedern der St. Wendeier 
Sebastianusbruderschaft finden sich 1480 Contz von Keimbach, 1494 Herr 
Johann Keimbach und Cuntz von Keymbach der Junges. Für 1481 besit¬ 
zen wir eine ausführliche Liste über die Hammelgülte Neumünsters zu 
Keynbach: Item Clas von Keymbach 2 Hammel (jung Henne), Item 
Ritters Kind ein Viertel eines Hammels, Item Wernhers Gut ein Viertel 
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