Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

(weitere Belege 1452 und 1466), können beide Orte nicht identisch sein1. 
In der Flur 15 (gen. Kleinhausen) der Gemeinde Fürstenhausen werden 
1846 zwei unmittelbar nebeneinanderliegende Flurdistrikte Auf Hausen 
und Auf Kleinhausen erwähnt2. Die heutige Hausenstraße in Fürstenhau¬ 
sen und Fenne erinnert noch daran. 
c) Dorf, d) + vor 1500. 
e) Am 29. Dezember 1296 macht Heinrich von Thedingen sein Testament, 
in dem er den Armen u. a. seine Einkünfte in Ensdorf, Lisdorf, Geis¬ 
lautern und Hermannshusen überweist3. Graf Johann von Saarbrücken 
gibt dem Ritter Johann von Schöneberg eine Schuldverschreibung über 
100 Pfund kleiner schwarzer Turnosen, für welche dieser des Grafen 
Mann geworden ist. Bis zur Auszahlung verpfändet Johannes das Dorf 
Heirmanshusen und die Fischerei auf der Rossel4. 1333 werden Hanrich 
und seine Frau Katharine von Hermannshusen und Agnes aus Fürsten¬ 
hausen erwähnt5. In den Jahren 1441 und 1450 wird ein Amtmann zu 
Homburg, Hans (oder Johann) von Hermannshausen (gen. Pf entwert), 
zum Mitsiegler herangezogen6. Auch 1452 und 1455 findet dieser Hans 
von Hermanshusen, gen. Pfennewert, Erwähnung7. 1478 wird der Ort 
letztmalig als noch bestehend angeführt8. Ein Weistum des 15. Jh. gibt 
bei der Grenzbeschreibung des Warndtgebietes u. a. folgende Grenz¬ 
linie: Zum ersten wieset der Hof (Völklingen), das der Begriff und Zirkel 
des Warands angeht uf der Eberbach zwischen Lutem und Hermans¬ 
husen und ist die Bach zumal meines Herrn des Graven bis in Grund¬ 
winkel und von Grundwinkel die halbe Bach uf bis zu Rüsseln9. 
f) In den Jahren 1514, 1519, 1520, 1521, 1523, 1524, 1528, 1538 wird der Saar¬ 
brücker Lehnsmann Philipp von Hermanshusen als Bürger von Saar¬ 
brücken genannt10. Das Bannbuch von 1759 weist auf die Fln Auf Hausen 
und Klein Hausen hin11. 
A) 1 Jungk, Reg. S. 346 Nr. 1242. — 2 Kat. A. Völklingen, Parcellar-PIan Gemeinde 
Fürstenhausen, Urkataster 1846, M. 1:1250. — 3 MRR 4, S. 578 Nr. 2582; Jungk, 
Reg. S. 226 Nr. 773. — 4 StA Koblenz, Abt. 22 Nr. 1285. — 5 Jungk, Reg. S. 346 
Nr. 1242. — 6 Reg. Werschweiler, S. 333 Nr. 891 u. S. 341 Nr. 918. — 7 H. Klein, 
Reg. Saarbr. (Manuskr,); M. Müller, ON Regbez. Trier II, S. 46. — 8 A. H. Jungk, 
Heimatkunde, S. 58. — 9 StA Koblenz Abt. 22 Nr. 2442, S. 7 f u. Abt. 22 Nr. 
2993. — 10 StA Koblenz Abt. 22 Nr. 5407. — 11 L. Prinz, Wü. Saarland, S. 8. 
B) H, P. Buchleitner, Völklingen, S. 12. — Ders., Völklingen, in: Saarheimat 1958 
Mai H. 5, S. 1. — E. Ennen, Beiträge zur Geschichte von Großrosseln, Klaren¬ 
thal und Fenne, in: Rhein. Vjbll. 5, 1935, S. 54. — F. Hellwig, Wü. Saargebiet. — 
H. W. Herrmann/E. Nolte, St. Arnual, S. 107. — K. Hoppstädter, Gesch. Landes¬ 
kunde, S. 89. — W. Jungandreas, Hist. Lex. I, S. 424 u. S. 510. — K. Schwingel, 
Hundding, S. 45 f. — C. Schnur, Eingegangene Sdl., S. 36. 
Herrensteinfurt (180) Vgl. Abtsteinfurt (3) und Steinfurt. 
Lk. Homburg, Gde. Kirkel-Neuhäusel. (1564 Til. Stella, Karte Nr. 9) 
Hesebach (182) 
Lk. Saarlouis, Gde. Saarwellingen. 
a) Burg und Dorf Hesebach lagen nordöstlich vom Ortskern Saarwellingen 
am Hessbach, nahe der Straße Saarwellingen-Lebach. 
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