Full text: Die Wüstungen des Saarlandes

e) Am 6. Februar 1316 verpachtet das Kloster Mettlach die Mühle in Hassel 
an einen Priester in Orscholz auf gewisse Zeit gegen 3 Malter Korn und 
10 Kapaunen3. Das Mettlacher Güterverzeichnis von 1329 berichtet fol- 
des: Item Molendinum de Hassela eidem Domino Henrico singulis annis 
pro Duobus maldris siliginis4. Am 22. Juni 1341 verpachtet Heinrich, 
Priester von Orscholz, mit Erlaubnis des Klosters Mettlach die Mühle in 
Hassel dem Burgmann Reinold von Kemmeren für 4 Mltr. Korn und 3 
Pf. trierische Denare5. Das Weistum von Faha gibt 1494 über die Abga¬ 
ben der Molen zu Hassel Auskunft8. Auch 1498 wird im Güterbuch des 
Klosters vermerkt: Item Molendium in Hassel7. Im gleichen Jahr sowie 
zuvor 1491 wird die Hasselmühle verpachtet8. 
f) Das Hofgerichtsweistum zu Saarburg von 1533: Hasselmühl9. Das Weis¬ 
tum der Abtei Mettlach von 1543 berichtet, daß das Kloster zu Hassel 
eine Mole liegen habe10. Am 12. Dez. 1572 überläßt der Abt von Mettlach 
der Müllerin Elsbeth die Hasselmühle auf Lebenszeit für 1 Vi Mltr. Korn 
und ein Schwein im Werte von 4 Taler11. Es ist nunmehr nur noch die 
Rede von der Hasselmühle, nicht mehr von der Mühle in Hassel. Am 
14. März 1589 gibt die Abtei Mettlach für ein Darlehen der Abtei St. 
Martin in Trier die Hasselmühle zu Kesslingen zum Pfand12. In den Jah¬ 
ren 1719, 1746, 1749, 1768, 1775, 1779 werden Pächter der Mühle er¬ 
wähnt13. Einige hundert Meter unterhalb der Hasselmühle stand zu 
Beginn des 18. Jh. eine Lohmühle14. 
g) 1961 zählt der Ab Wpl. Haselmühle 3 Bewohner15. 
A) 1 TK 1:25 000 Nr. 6405 Freudenburg. — 2 Kat. A. Perl, Parcellar-PIan Gemeinde 
Faha, Urkataster 1821, M. 1:2500 und M. 1:1250. — 3 J. C. Lager, Mettlach, S. 313. 
— 4 ebda, S. 191. — 5 ebda, S. 321. — 6 ebda, S. 260. — 7 StA Koblenz Abt. 143 
Nr. 521, S. 157 u. S. 258. — 8 J. C. Lager, Mettlach, S. 380 u. S. 369. — 9 StA 
Koblenz Abt. 1 C Nr. 14722, Bl. 187. — 10 StA Koblenz Abt. 1 D Nr. 4547, 
S. 173. — 11 J. C. Lager, Mettlach, S. 391. — 12 ebda, S. 403. — 13 K. Becker, 
Faha, S. 33. — 14 StA Koblenz Abt. 1 C Nr. 14623, — 15 Amtl. Gemeindever¬ 
zeichnis 1963, S. 25. 
B) L. Griebler, Verschollene Dörfer. — E. Wackenroder/H. Neu, Kunstdenkmäler 
Saarburg, S. 74. 
Hatschhausen 
Lk. Saarbrücken, Stadt Völklingen. 
Bei F. Hellwig, Wü. Saargebiet, auf Grund eines Flurnamens in das Wü¬ 
stungsverzeichnis aufgenommen. Leider nicht näher lokalisiert. 
Hattegefeld (164) (Fraglich; Lage unbestimmt) 
Lk. Saarlouis, Gde. Bisten. 
Im Jahre 1482 schließen Thielmann, Herr zu der Motten, und seine Ver¬ 
wandten Johann von Esch, Hans von Heringen und Adam von Sötern 
einen Vergleich. Dabei erhält Thielmann Burg und Dorf Büschfeld, die Dör¬ 
fer Nunkirchen, Lebach, Michelbach und Anteil an Bartenbach, das lothrin¬ 
gische Lehen Geisweiler, das verfallene Dorf Hattegefeldt bei Bisten, ein 
Sponheimer Lehen etc.1. Vielleicht lag dieses ehemalige Dorf in Flur 2 (gen. 
Todenmann, ehemals Bann Überherrn Flur 15) der Bistener Gemarkung, wo 
217
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.