Full text: Die Geschichte der Saarländischen Kreditbank Aktiengesellschaft

Reingewinn in Franken 
Jahr 
Mark 
Kurs 
Franken 
1920 
3 241 592,60 
4,32 
750 368,68 
1921 
5 223 455,76 
14,98 
348 695,37 
1922 
116 170 065,88 
539,16 
215 464,92 
Wie diese Tabelle zeigt, gingen die Gewinne während der gesamten Inflationszeit 
zurück. Schuld daran war vor allem der bereits erwähnte Verlust auf dem Zinsen¬ 
konto und die geringen Einnahmen aus dem Wechseldiskontgeschäft. Die Ge¬ 
winne aus dem Devisengeschäft, die seit 1921 infolge der guten Spekulationen 
des Devisenhändlers der Deutschen Bank Filiale Saarbrücken eine beträchtliche 
Flöhe zeigten, konnten diese Ausfälle nicht voll auffangen365 367. Die Zeit nach dem 
Ersten Weltkriege bot den bekannten Saarbrücker Devisenhändlern gute Ge- 
schäftsmöglichkeiten. Die Devisenabteilung gewann so in dieser Zeit an Bedeu¬ 
tung. Besonders mußte darauf geachtet werden, daß die Eingänge mit richtiger 
Wertstellung erfolgten, da tägliches Geld in Mark mit 12'°/o Zinsen pro Tag 
gehandelt wurde. Auch nach der Inflation behielt das Devisengeschäft im Saar¬ 
gebiet seine Bedeutung360. Die Jahre 1927 bis 1930 können im großen und gan¬ 
zen für die erfolgreichsten der Deutschen Bank Filiale Saarbrücken in der Zeit 
von 1920 bis 1935 bezeichnet werden. Nach 1930 machten sich dann die Folgen 
der Bankenkrise und die Kreditknappheit auch im Saargebiet stark bemerkbar, 
wobei die Jahre 1932 und 1933 einen Tiefpunkt in der Geschäftsentwicklung der 
Bank bedeuteten. 
Der Umsatz auf den Kundenkonten verringerte sich zunächst von 14 253 Millio¬ 
nen frs. 1926 auf 9961 Millionen frs. 1927, stieg dann aber bis 1929 wieder auf 
17 473 Millionen frs. an307. 
Die Kreditoren erhöhten sich 1927 von 126 Millionen Franken auf 389 Millionen 
Franken im Jahre 1929, verringerten sich dann bis 1931 um die Hälfte und pendel¬ 
ten in den Jahren 1932/33 um die 200 Millionen Franken368. Überwogen noch 
1926/27 die fremden Gelder mit einer Fälligkeit innerhalb sieben Tagen, so wur¬ 
den in den beiden darauffolgenden Jahren wieder vermehrt Gelder mit längeren 
Laufzeiten angelegt, was das steigende Vertrauen der Kundschaft und die stei¬ 
gende Liquidität der Betriebe beweist369. 
363 Yg]_ Anlage 9. 
366 So. z. B. in den Jahren 1923 und 1926 
Jahr Gewinn aus dem 
Devisengeschäft 
1923 1 920 242,30 frs. 
1926 3 537 596,— frs. 
Vgl. Anlage 9. 
367 Vgl. Anlage 10. 
368 Vgl. Anlage 8. 
SüB Vgl. Anlage 11. 
Reingewinn 
1 572 940,67 frs. 
2 391 176,16 frs. 
100
	        

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