Full text: Die Baukunst der Renaissance in Italien

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Die nunmehrigen Elemente der Fassade von zwei Ordnungen, wie 
sie sich damals festsetzen und bis tief in die Barockzeit behaupten, sind 
folgende: 
Die Ordnungen, unten meist korinthisch oder dorisch, oben Kom¬ 
posita, sind ausgedrückt vorzugsweise in bloßen Pilastern, seltener in 
Halb- oder Dreiviertelssäulen oder isolierten Säulen mit Begleitung 
von Pilastern; - ihre Gruppierung dient dazu, die Fassade zu gliedern; 
- Friese und Architrave schmucklos; - leises Vortreten des mittlern 
Teiles der Fassadenfläche und folgerichtig auch des Giebels; - kräf¬ 
tige Bildung der Hauptpforte, etwa mit vortretenden Säulen, wenn 
sonst die Wandordnungen nur aus Pilastern bestehen; - Nischen, - 
vertiefte quadratische Felder, welche als Andeutung von Reliefs gelten 
mögen; - mächtige Bildung des Hauptfensters; - Schmuck von Laub¬ 
werk und Kartuschen, etwa von Kapitell zu Kapitell gehend; - hie 
und da der Dachrand mit Balustraden, Statuen und Akroterien ge¬ 
schmückt; - die Voluten derb gebildet; - dies Alles porportional zu¬ 
sammengestimmt sowohl in Beziehung auf die Größe als auf die stär¬ 
kere oder mäßigere Plastik der sämtlichen Teile. 
Fig. 40 S. Maria de’ Monti (Nach Letarouilly)
	        

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