Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

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preise von Frs. //V/5?-unter der Bedingung, dass Leistenschnei¬ 
der das Anwesen noch bis zum 1. Oktober desselben Jahres be\- 
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wohnen und benutzen durfte. Nachdem diese Frist verstrichen 
war, schickte Jean Francois Boch einen seiner treuesten Arbeiv 
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ter aus Audun, Francois Martih mit seiner Familie nach Mett¬ 
lach, um zunächst die vorhandenen Raume in einen bewohnbaren 
2) 
Zustand zu bringen. Am 13. Februar 1809 siedelte Jean Frangor 
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Boch selbst mit seiner Familie nach Mettlach über, wo sie 
nach mühseliger 15 stündiger Wagenfahrt über Remich in der 
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Nacht anlangten. Die bauliche Einrichtung der Manufaktur 
schritt naturgemäße nur sehr langsam voran, da die Beschaffung 
der erforderlichen Materialien und Arbeitskräfte nicht gerin¬ 
ge Schwierigkeiten bereitete. Die Bewohner Mettlachs, die 
nach den Schilderungen Eugen von Boch's bei der Niederlassung 
in Mettlach qualitativ sehr verschiedenartig gewesen sein 
sollen, sahen die neuen Besitzer nur ungern kommen, da sie 
die Abtei mitsamt den zugehörigen Ländereien, die sie seit 
Jahren für sich benutzten, nun dem neuen Besitzer überlassen 
mussten. Manches versuchten sie, ihm seinen Aufenthalt zu 
erschweren und als kein anderes Mittel mehr verschlug, such¬ 
ten sie den Bewohnern der Abtei, offenbar im Vertrauen auf 
die Wirksamkeit ihres eigenen Aberglaubens, dadurch Gespens¬ 
terangst einzujagen, dass sie in der Nacht schwere Ketten 
durch die Bodenräume der sagenhaften alten Abtei schleppten. 
Allein auch dieses Mittel schlug fehl, und am 5. Februar 1810 
reichte Jean Frangois Boch an den Präfekten des Saar-Departe=_ 
ments das Gesuch um die Genehmigung der Errichtung einer \ 
"Manuf acture de faience fine, dite Terro de pipe" zu Mettlach 
ein.^Nauh langwierigen Verhandlungen, Rückfragen, Besichti¬ 
gungen und Untersuchungen, wie sie der schwerfällige bureau- 
kratische Apparat der französischen Herrschaft mit sich 
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