Full text: Die Firma Villeroy & Boch Mettlach

kaiserlichen Truppen, die Verstärkungen nach Septfontaines 
gelegt hatten, mussten vor dem französischen Ansturm zurück- 
weichen. Während einer siebenmonatigen Belagerung war der 
Ort abwechselnd von Franzosen und Oesterreichern besetzt, 
die beständig Ausfälle unternahmen, um sich aus dem Ertrag 
des Bodens und der Habe der Bevölkerung neu zu verproviantie¬ 
ren. Darunter hatten naturgemäss die Bewohner Septfontaines1s 
schwer zu leiden, und schon bevor die Gebrüder Boch gezwungen 
wurden, ihren Grund und Boden und gesamten Besitz zu verlas¬ 
sen, war ihr früherer, so mühselig erworbener Wohlstand ein 
Opfer des Raubes geworden. Nur Jean François Boch, der eine 
der beiden älteren Zwillingsbrüder hatte sich sofort bei Be¬ 
ginn der Belagerung mit seiner Gattin, ohne die beiden ander® 
Brüder davon zu benachrichtigen, in die Stadt Luxemburg ge¬ 
flüchtet, wo er ein Haus bezog, das die Brüder in Vorausse- 
hung der kommenden schwören Zeiten rechtzeitig gemeinsam ge¬ 
mietet und für ein Jahr reichlich mit Vorräten versorgt hatten 
*■ » 
Er kehrte nicht wieder nach Septfontaines zurück, sondern 
liess sich nach Wiederherstellung des Friedens und erfolgter 
Besitzverteilung unter die drei Brüder auf dem ihm zugefalle-1 
nen Gute Kokelscheuer nieder. 
So ruhte jetzt die ganze Last der Verantwortung und 
Sorge auf den Schultern Peter Josef Boch's allein, da der 
ältere Zwillingsbruder, Dominique, der seit langem unheilbar ^ 
krank war, selber beständiger Fürsorge und Aufsicht bedurfte.^ 
Und es währte nicht mehr lange, da brach das ganze schwere 
Verhängnis über die Familie herein, das all ihr Glück zer- 
störte, alle Vergangenheit mit ihrem Schaffen und Streben, 
ihren glücklichen Erfolgen und Errungenschaften kalt und 
rücksichtslos hinter ihn abbrach. Der General Debrun erteil- 3r 
te Peter Josef Boch den Befehl, innerhalb 2 Stunden mit seinei
	        
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