Full text: Philosophische Gegenwartsfragen

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Intuition und Positivismus. 
an eine recht späte Stelle der Ordnungslehre gehörige 
Gegenstands-Art, und zwar, ebenso wie die Begriffe „Ge¬ 
schehen“, „Kausalität“ usw, im Rahmen der empiri¬ 
schen Wirklichkeit. 
Das Reich der Bedeutungen und das der empirischen 
Gegenstände wird häufig nicht klar geschieden. Oft sieht 
es geradezu so aus, als seien die Bedeutung y'2 und ein 
Hund „Gegenstände“ oder „Dinge“ gleicher Art, oder 
auch, bei anderen Autoren, als seien sie zwar verschiedene, 
aber als sei das Dasein von empirischen Gegenständen, 
von Dingen zumal, „selbstverständlich“. Dieses „Dasein“ 
von echten Dingen ist aber alles weniger als „selbstver¬ 
ständlich“, sondern ist eine sehr zusammengesetzte, auf 
Grund der unmittelbaren Erlebnisdaten aufgebaute Kon¬ 
struktion, ist „Theorie“, veranlaßt durch die erlebten 
„Daten“, wie sie nun einmal sind. 
Ding, insbesondere, ist ein Ordnungsbegriff, der eine 
Menge unmittelbarer Daten in bestimmter gesetzlicher 
Weise zusammenschließt und alsdann — wenn ich mich 
meiner eigenen Terminologie bedienen darf1) — etwas 
meint, als ob es in seiner Einzigkeit für sich bestünde und 
sich verändere. Das als ob vermeidet hier den Sprung in 
die Metaphysik (im Sinne eines „Realismus“, der stets 
schon Metaphysik ist); das als Einzigkeit Gemeintsein an¬ 
dererseits ist von grundlegender Bedeutung. Der einzelne 
empirisch-wirkliche würfelförmige Körper, also das ein¬ 
zelne „Ding“ Würfel ist etwas toto genene Verschiedenes 
von dem Würfel, besser dem „Würfel-Sein“, den die Geo¬ 
metrie untersucht. 
Schon Cornelius* 2) hat den Logistikern vorgeworfen, 
daß manche von ihnen den empirischen Gegenstand, also 
J) Ordnungslehre, 2. Aufl. 1923, S. 146ff. 
2) Erkenntnis, II, Heft 4, 1932.
	        

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